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Legacymarkt

Die Wartung und Aktualisierung bestehender IT-Systeme wird für Unternehmen zu einer immer größeren Herausforderung. Refinetm modernisiert IT-Assets.

Unternehmen müssen eine Strategie entwickeln, wie sie der Veralterung ihrer Softwarekomponenten vorbeugen können. Andernfalls werden diese Komponenten den Anforderungen nicht mehr standhalten können, sie werden unflexibel und teuer im Unterhalt.

Meist können die IT-Systeme – die über Jahre entwickelt wurden und sich in der Praxis bewährt haben – nicht einfach ausgetauscht werden, da es kein passendes Softwarepaket gibt, das alle Aspekte der Geschäftstätigkeit des Unternehmens abdeckt. Gleichzeitig sind die Risiken eines Umprogrammierens zu groß. Um dennoch die Vorteile des Systems zu erhalten, ist der kostengünstigste und risikoärmste Ansatz daher das Modernisieren der IT-Assets, d. h. Analyse und Transformation des bestehenden Codes. Da Legacykomponenten komplex, umfangreich und heterogen sind, erfordert ihre Modernisierung industrielle Verfahren, die an die jeweilige Unternehmensumgebung und Anforderungen an Leistung und Upgradefähigkeit angepasst werden können.

Milliarden Zeilen Code

 Die unterschiedlichen Anwendungen, von denen der Erfolg von Unternehmen aus Finanzdienstleistung, Telekommunikation und Einzelhandel sowie Behörden abhängt, wurden in den letzten 50 Jahren in Hunderten verschiedenen Sprachen entwickelt und laufen in den unterschiedlichsten Versionen auf stark voneinander abweichenden Plattformen. So befindet sich weltweit fast eine Trilliarde Zeilen Code im Einsatz. Konservativen Schätzungen zufolge werden zurzeit z. B. mehr als 200 Milliarden Zeilen COBOL ausgeführt.

RefineTM

Sprachen wie C, Basic, Pascal, Ada, Fortran, PL/I, RPG und Jovial machen weitere 200 Milliarden Zeilen Code aus. Sogar „unbedeutende“ Sprachen wie NATURAL umfassen mittlerweile mehr als zehn Milliarden Zeilen Code. Diese Legacy-Software läuft auf den unterschiedlichsten Plattformen von bekannten Anbietern wie IBM, Digital, Unisys, Tandem, NCR, HP und Sun aber auch fast vergessenen Plattformen von Unternehmen wie Burroughs, Control Data, Sperry, Data General, Wang, Datapoint und Prime.

Legacyanwendungen : Definition

Legacysysteme sind in vielen Unternehmen die Operationsbasis. Diese Systeme werden seit vielen Jahren eingesetzt und haben erhebliche Auswirkungen auf das Tagesgeschäft. Aus den unterschiedlichsten Gründen haben die Systeme aber sehr hohe Gesamtbetriebskosten und bremsen Unternehmen bei der Entwicklung einer reaktionsschnellen und flexiblen IT-Infrastruktur.

Ein Legacysystem kann also folgendermaßen definiert werden: eine IT-Plattform oder Anwendung, die eingesetzt wird, obwohl sie nicht mehr wettbewerbsfähig und kompatibel mit modernen Komponenten ist, da Austauschen oder Umprogrammieren zu teuer wäre.

Diese Komponenten sind für Unternehmen meist unverzichtbar, da sie durch jahrelange Programmierung, Entwicklung, Anpassung und Ergänzungen genau an die Geschäftstätigkeit angepasst sind.

Schwachstellen der Legacysysteme

Legacyanwendungen sind oftmals eng miteinander verbunden, in sich geschlossen, unflexibel und nicht dokumentiert. Meist wurden sie als Einzellösungen entwickelt, ohne Berücksichtigung einer Gesamtarchitektur, sodass sich Überschneidungen und redundante Funktionen und Daten ergeben.

Die hauptsächlichen Schwachstellen eines Legacysystems sind:

  • Hohe Betriebskosten, dazu gehören Ausgaben für den Unterhalt sowie Aktualisierungen von Soft- und Hardware
  • Hohe Wartungskosten, da der Code komplex und schwer verständlich ist. Das System kann die sich wandelnden Geschäftsanforderungen nicht mehr erfüllen, da das Einführen und Testen von einfachen Änderungen zu viel Zeit in Anspruch nimmt. Änderungen ziehen weite Kreise, sodass sehr umfangreiche Tests erforderlich sind, damit es nicht zu unerwünschten Rückschritten kommt. Dadurch steigen wiederum Wartungs- und Entwicklungskosten
  • Fehlende Fachkenntnisse, da die ursprünglichen Entwickler und Benutzer der Anwendungen das Unternehmen mittlerweile verlassen haben und es keine ausreichende Dokumentation gibt
  • Zunehmender Mangel an Entwicklern, die sich mit den Legacysystemen auskennen; Unterstützung durch die Anbieter wird nach und nach eingestellt. Ausreichende Fachkenntnisse in den Legacysystemen haben meist nur einige wenige Mitarbeiter im Unternehmen, die schwer zu ersetzen sind
  • Veraltete Silotechnologie, die schwer in neue, offene Technologie und moderne verteilte Architekturen einzubinden ist

Ein entscheidender Punkt ist, dass Legacysysteme in vielen Unternehmen die für den Geschäftserfolg entscheidenden Anforderungen durchaus erfüllen, und das schon seit geraumer Zeit. Außerdem sind in diese Systeme hohe Investitionen geflossen.

Zu Hohe Kosten – Zu wenig Kapital für neue Geschäftsideen

Die Kosten für Unterhalt und Ausbau bestehender Anwendungen sind unverhältnismäßig hoch. Forschungsergebnisse von Forrester belegen:

  1. Unternehmen in den USA und Europa wenden 75 % ihres Softwarebudgets für Betrieb und Wartung bestehender Systeme auf.
  2. Es bleiben also nur 25 % für Investitionen in neue Projekte zur Gewinnsteigerung und Erschließung neuer Absatzmärkte – das reicht nicht aus.

Wartung und Erweiterung der Legacysysteme, die für moderne Technologien und Best-Practices nicht zugänglich sind, stellt eine so hohe Belastung dar, dass die strukturierte und schrittweise Modernisierung zusammen mit der Industrialisierung der Wartungs- und Testmaßnahmen die einzige Lösung ist.

Optionen

Es stehen folgende Optionen zur Auswahl:

  1. Nichts ändern, wodurch die Veralterung der Software unweigerlich fortschreitet und der Wartungsbedarf des Codes zunimmt. Gleichzeitig steigen auch die Kosten für Wartung, Betrieb und Unterhalt
  2. Umprogrammieren aller Legacyanwendungen und Migrieren der Daten, was äußerst komplex und kostspielig ist (unzählige gescheiterte Versuche belegen das)
  3. Austauschen der Legacyanwendungen durch auf dem Markt erhältliche Softwarepakete. Intern programmierte Anwendungen für Buchhaltung, Fertigung und Personalverwaltung sind in der Vergangenheit z. B. durch Softwarepakete von Anbietern wie Cullinet Software oder McCormack & Dodge ersetzt worden – und anderen Anbietern, die nicht länger existieren, ein Zeichen für den mangelnden Erfolg dieser Vorgehensweise
  4. Modernisieren der Legacyanwendungen

Modernisierung – Die einzige Lösung

Software ist für Unternehmen in der heutigen Geschäftswelt ein existenzielles Hilfsmittel, das die gesamte Transaktionsverarbeitung steuert und Entscheidungsfindungsprozesse unterstützt. Hierbei ist der Software- oder Codestamm das geistige Eigentum des Unternehmens. Mitarbeiter kommen und gehen, aber die Geschäftspraktiken des Unternehmens sind im Code festgeschrieben. Diese Richtlinien sind das Fundament des Unternehmens und es kann sich nur in dem Maße weiterentwickeln, wie auch der Code modernisiert werden kann.

 

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